Horoskopanalysen

Die astrologischen Symbole

Ein Horoskop wird nicht in Worten geschrieben, sondern in Zeichen. Wer sie lesen kann, versteht jede astrologische Grafik — gleich in welcher Sprache sie beschriftet ist.

Drei Grundformen

Die Planetensymbole sind aus drei Elementen zusammengesetzt, und jedes steht für etwas:

Alles Weitere ergibt sich aus der Anordnung. Venus ist der Kreis über dem Kreuz — der Geist, der das Stoffliche ordnet. Mars ist dieselbe Verbindung umgekehrt, mit dem Kreuz über dem Kreis, in der heute üblichen Form zum Pfeil geworden. Jupiter ist der Halbkreis am Kreuz, Saturn das Kreuz über dem Halbkreis: die Seele, die das Stoffliche trägt. Merkur trägt alle drei — Halbkreis, Kreis, Kreuz.

Diese Deutung ist eine späte Systematisierung; die Zeichen selbst sind über Jahrhunderte aus Abkürzungen in Handschriften entstanden. Als Merkhilfe ist sie trotzdem gut, weil sie stimmt.

Die Tierkreiszeichen

Die zwölf Zeichensymbole sind stilisierte Bilder: die Hörner des Widders, die Zwillingssäulen, die Scheren des Krebses, die Waage. Einige sind verkürzte griechische Buchstaben. In alten Handschriften finden sich Varianten, die vom heutigen Gebrauch abweichen — beim Lesen einer Quelle lohnt der Blick auf die Zeichenerklärung des jeweiligen Autors.

Die Aspekte

Die Aspektsymbole sind die einfachsten und die ältesten, weil sie geometrisch sind:

Die klassische Astrologie kennt nur diese fünf. Die kleineren Aspekte — Halbsextil, Quincunx und ihresgleichen — sind spätere Zusätze und in der älteren Praxis nicht vorgesehen.

Warum man sie lernen sollte

Nicht aus Ehrfurcht vor der Tradition, sondern aus einem praktischen Grund: Sobald man die Symbole liest, liest man das Horoskop als Bild statt als Liste. Man sieht, wo sich etwas häuft, welche Achse besetzt ist, welcher Teil des Himmels leer bleibt. Diese Übersicht geht verloren, wenn man Planet für Planet in einer Tabelle nachschlägt.

Verwandt: die Planeten, die Sternzeichen.