Horoskopanalysen

Was ein Horoskop über Anziehung sagt

Anziehung ist ein legitimer Gegenstand der Astrologie, und die Tradition hat dazu mehr zu sagen als die Zeitungsrubriken vermuten lassen. Sie hat auch klare Grenzen, die genannt gehören.

Woraus es gelesen wird

Nicht aus dem Sonnenzeichen. Vier Größen zählen:

Die Verbindung von Venus und Mars untereinander beschreibt, wie Zuneigung und Verlangen bei einem Menschen zusammenwirken — oder eben nicht: stehen sie in Spannung, ist das eine reale, häufig beschriebene Konstellation.

Beim Vergleich zweier Horoskope

Was in der Synastrie zählt, steht ausführlicher unter Partnerschaft im Horoskop. Kurz: die Aspekte der Lichter über Kreuz, Venus und Mars über Kreuz, die Herrscher der ersten und siebten Häuser — und vor allem die Aufnahme, die in modernen Darstellungen fast immer fehlt und in der Tradition schwerer wiegt als der Aspekt selbst.

Drei Grenzen

Das Horoskop eines Dritten. Wir deuten nicht das Horoskop von jemandem, der nicht darum gebeten hat, um etwas über ihn zu erfahren, was er nicht von sich aus erzählt. Das gilt für Anziehung wie für alles andere.

Keine Aussage über Neigung oder Identität. Die Tradition enthält dazu Behauptungen, die aus ihrer Zeit stammen und die wir nicht wiedergeben. Ein Horoskop sagt nichts darüber, wen jemand liebt.

Keine Vorhersage von Ereignissen. Eine günstige Konstellation beschreibt eine Zeit, in der sich etwas bewegen kann. Sie nennt weder Person noch Datum — und wo eines genannt wird, stammt es nicht aus dem Horoskop.

Was bleibt

Eine brauchbare Beschreibung dessen, was jemand sucht, woran er sich reibt, und welche Art von Verbindung ihm leichtfällt. Das ist weniger, als die Rubriken versprechen, und nachprüfbar — was mehr wert ist.

Verwandt: Venus, Mars, die Häuser.