Horoskopanalysen

Polaritäten

Der Tierkreis ist nicht nur in zwölf Zeichen geteilt, sondern auch in sechs Achsen: Jedes Zeichen hat ein Gegenüber im Abstand von 180 Grad. Diese Paare gehören zusammen, und zwar nicht als Gegensätze, sondern als zwei Seiten derselben Sache.

Die sechs Achsen

Die Regelmäßigkeit dahinter

Gegenüberliegende Zeichen haben immer dieselbe Qualität und verschiedene, aber verträgliche Elemente: Feuer steht immer Luft gegenüber, Erde immer Wasser. Beide kardinal, beide fix oder beide veränderlich.

Deshalb ist die Opposition der Aspekt, der zugleich trennt und verbindet. Die beiden Seiten sprechen dieselbe Sprache und wollen Verschiedenes.

Weitere Polaritäten

Neben der Achse kennt die Astrologie zwei weitere Zweiteilungen:

Männlich und weiblich — Feuer- und Luftzeichen gelten als männlich, Erde- und Wasserzeichen als weiblich, im Wechsel rings um den Kreis. Die Begriffe sind antik und bezeichnen aktiv und aufnehmend, nicht das Geschlecht eines Menschen.

Tag und Nacht (Sekte) — die wichtigere und weniger bekannte Teilung. Sonne, Jupiter und Saturn gehören zum Tag; Mond, Venus und Mars zur Nacht; Merkur zu beidem, je nach Stellung. Ob eine Geburt am Tag oder in der Nacht stattfand, verändert die Deutung jedes Planeten — ein Saturn in seiner Sekte ist deutlich milder als einer außerhalb.

Was das für die Deutung heißt

Ein Zeichen wird verständlicher, wenn man sein Gegenüber mitliest. Wer ein starkes Steinbock-Thema im Horoskop hat, hat damit auch ein Krebs-Thema — die Achse ist besetzt, gleich an welchem Ende.

Das erklärt eine häufige Beobachtung: dass Menschen ihr Zeichen oft in der Gestalt seines Gegenteils leben. Das ist keine Ausnahme von der Regel, sondern die Regel.

Verwandt: die Sternzeichen, die Aspekte.