Horoskopanalysen: welche Auswertungen es gibt und was sie zeigen
Ein Geburtshoroskop ist zunächst nur eine Zeichnung: der Himmel über Deinem Geburtsort, festgehalten für die Minute Deiner Geburt. Alles, was danach kommt, ist Deutung. Und weil man an dieselbe Zeichnung sehr verschiedene Fragen stellen kann, gibt es nicht die eine Auswertung, sondern viele. Jede nimmt sich einen Ausschnitt vor und lässt den Rest bewusst liegen. Genau das meint der Begriff Horoskopanalyse.
Was bei einer Analyse tatsächlich passiert
Am Anfang stehen drei Angaben: Datum, Uhrzeit und Ort Deiner Geburt. Daraus entsteht die Karte mit den zwölf Zeichen, den zwölf Häusern, den Planeten und den Winkeln, die sie miteinander bilden. Der entscheidende Schritt ist danach die Auswahl. Wer wissen will, wie Du arbeitest, sieht sich andere Stellen dieser Karte an als jemand, der fragt, wie Du Dich verliebst. Eine Analyse ist deshalb immer eine Leseweise und keine Aufzählung aller Daten.
Zehn Blickwinkel auf dieselbe Karte
Die gebräuchlichsten Auswertungen lassen sich grob so ordnen:
- Die Persönlichkeitsanalyse fragt nach Grundhaltung, Antrieb und den Widersprüchen, mit denen Du lebst.
- Die Berufsanalyse sucht nach Fähigkeiten, Arbeitsrhythmus und danach, unter welchen Bedingungen Du aufblühst.
- Der Partnervergleich legt zwei Karten übereinander und zeigt, wo sich zwei Menschen ergänzen und wo sie sich reiben.
- Die Jahresanalyse arbeitet mit dem Sonnenstand zum Geburtstag und beschreibt die Themen der kommenden zwölf Monate.
- Das Kinderhoroskop richtet sich an Eltern und fragt, was ein Kind braucht, nicht was aus ihm wird.
- Die Mondknotenanalyse beschäftigt sich mit Entwicklungsrichtung, mit Gewohntem und mit dem, was noch ungeübt ist.
- Eine Auswertung zu Konstitution und Belastbarkeit benennt wunde Punkte im Alltag. Sie ersetzt keine ärztliche Abklärung und will das auch nicht.
- Die numerologische Namensauswertung verlässt die Karte und rechnet stattdessen mit Buchstaben und Geburtsdatum.
- Die indische Tradition rechnet mit einem anderen Bezugspunkt am Himmel und kommt darum häufig zu anderen Zeichen.
- Die chinesische Astrologie lässt den westlichen Tierkreis ganz beiseite und rechnet mit Jahreszeichen und Elementen.
Warum gleich so viele Auswertungen
Das klingt nach Zerstückelung, hat aber einen praktischen Grund. Ein vollständiges Geburtsbild auf einmal zu erfassen, überfordert fast jeden. Es enthält zu viele Fäden, die alle gleichzeitig ziehen. Nimmst Du Dir dagegen eine einzige Frage vor, wird die Karte lesbar. Du siehst, welche drei oder vier Stellungen für genau dieses Thema wichtig sind, und der Rest darf warten. Nach und nach setzen sich die einzelnen Auswertungen dann zu einem Bild zusammen, das Du wirklich verstanden hast, statt es nur geglaubt zu haben.
Was eine Analyse kann und was nicht
Eine ehrliche Auswertung nennt Anlagen, Spannungen und Möglichkeiten. Sie legt keinen Lebenslauf fest und nennt keine Termine für Glück oder Unglück. Wer Dir ein Datum für die große Liebe oder eine Warnung vor einem bestimmten Tag verkaufen möchte, hat den Rahmen längst verlassen. Nützlich wird Astrologie dort, wo sie Dir eine Sprache für Dinge gibt, die Du an Dir ohnehin bemerkt hast: warum Dich bestimmte Situationen zuverlässig auf die Palme bringen, warum Du in einer Umgebung aufblühst und in einer anderen verstummst.
Womit Du sinnvoll anfängst
Such zuerst Deine Geburtszeit heraus, möglichst minutengenau aus der Geburtsurkunde. Ohne sie fehlen Dir die Häuser und der Aszendent, und damit fehlt die halbe Karte. Danach reichen drei Punkte für den Einstieg: Sonne, Mond und Aszendent. Wie diese Ecken zusammenspielen, zeigen Dir schon einfache Horoskope, und mit einer Auswahl kostenloser Horoskope bekommst Du ein Gefühl dafür, welche Art von Auswertung Dich überhaupt interessiert. Alles Weitere baut darauf auf.