Horoskopanalysen

Astro-Shop: welches Material wofür taugt

Wer nach einem Astro-Shop sucht, sucht selten alles auf einmal, sondern etwas Bestimmtes: eine Tabelle, ein Programm, ein Formular oder einen fertig gerechneten Text. Diese Seite sortiert, was es an astrologischem Material überhaupt gibt, wofür das Einzelne taugt und woran Du erkennst, ob jemand sorgfältig gearbeitet hat.

Ephemeriden, Häusertabellen, Ortsverzeichnis

Eine Ephemeride ist eine Tabelle der Planetenstände, Tag für Tag, je nach Ausgabe für Mitternacht oder für Mittag gerechnet. Welche der beiden Fassungen Du vor Dir hast, steht auf dem Titelblatt und entscheidet über jede Rechnung, die Du damit anstellst. Dazu gehören zwei weitere Bände: Häusertabellen, die die Häuserspitzen nach geografischer Breite angeben, und ein Ortsverzeichnis mit Längen- und Breitengraden.

Bevor es Rechenprogramme gab, war das die vollständige Ausrüstung. Heute ist es vor allem Lernmaterial, und zwar gutes. Wer einmal von Hand zwischen zwei Tageswerten interpoliert hat, hat danach im Gefühl, wie schnell der Mond läuft und wie lange Saturn in einem Zeichen bleibt. Für ein einzelnes Horoskop ist dieser Weg umständlich. Für das Verständnis ist er der kürzeste.

Die Zeitangabe ist die Schwachstelle

An keiner anderen Stelle geht so viel schief. Die Sommerzeit galt in Deutschland nicht durchgehend, einzelne Jahre hatten Sonderregelungen, und die Grenzen der Zeitzonen haben sich mehrfach verschoben. Ein Tabellenwerk, das eine Übersicht dazu mitliefert, ist mehr wert als eines, das die Frage übergeht. Für Programme gilt dasselbe: Wer nie nach der Zeitzone fragt, rechnet irgendwann still und leise falsch.

Rechenprogramme: drei Schalter

Ein Programm nimmt Dir Arbeit ab, mehr nicht. Es rechnet, es deutet nicht. Brauchbar ist es, wenn Du drei Dinge selbst bestimmen kannst: das Häusersystem, die Behandlung von Zeitzone und Sommerzeit und, falls Du in die indische Astrologie hineinschaust, den Ayanamsha. Fehlen diese Schalter, trifft das Programm die Entscheidungen für Dich, und Du erfährst nicht, welche. Eines, das seine Einstellungen offenlegt, ist einem mit schöneren Grafiken in jedem Fall vorzuziehen.

Papier, das man immer noch braucht

Blankoformulare mit vorgedrucktem Tierkreis, eine durchsichtige Gradscheibe zum Auflegen, ein Zirkel, ein weicher Bleistift, Karteikarten für gesammelte Geburtsdaten: Das wirkt neben jedem Programm altmodisch und hat trotzdem seinen Grund. Ein von Hand gezeichnetes Horoskop prägt sich ein. Beim Eintragen siehst Du, wo sich die Planeten drängen und wo eine ganze Hälfte des Kreises leer bleibt, und diese Beobachtung geht auf dem Bildschirm leicht unter, weil dort jedes Bild von vornherein fertig aussieht.

Bücher und Ausbildung

Kurz, weil es dafür eigene Seiten gibt: Ein gutes astrologisches Buch zeigt seine Rechnung, statt nur Ergebnisse zu behaupten, und es nennt die Schule, in der es steht, denn es gibt mehrere, und sie widersprechen einander an einigen Stellen. Eine Auswahl steht unter Astro-Bücher; wer weiter gehen will als bis zum Lesen, findet unter Astrologe werden die Wege dorthin.

Woran Du Sorgfalt erkennst

Ein guter Teil dessen, was als astrologisches Material angeboten wird, ist gar kein Gegenstand, sondern ein maschinell erzeugter Deutungstext. Wie solche Texte zustande kommen, steht unter kostenlose Horoskope. Hier geht es nur um die Frage, woran Du sorgfältige Arbeit von nachlässiger unterscheidest. Fünf Merkmale reichen meistens:

Das ist weniger eine Einkaufsregel als eine Leseregel, und sie gilt für ein kurzes Wochenhoroskop genauso wie für eine ausführliche Analyse. Wenn Du erst einmal sehen willst, welche Arten von Horoskopen es überhaupt gibt, fang bei den Horoskopen an.