Der Drache
Der Drache ist der fünfte der zwölf Erdzweige und das einzige Fabelwesen unter den zwölf Tieren.
Sein Platz im Zyklus
- Wandlungsphase: Erde
- Jahreszeit: Spätfrühling — der Übergang zum Sommer
- Doppelstunde: 7 bis 9 Uhr
- Himmelsrichtung: Ostsüdost
- Verbunden mit: Ratte und Affe — die Wasser-Dreiergruppe
- Gegenüber: dem Hund
Wie Ziege, Hund und Büffel steht der Drache am Ende einer Jahreszeit und trägt deshalb die Phase Erde — das Vermittelnde zwischen zwei Zuständen.
Was überliefert ist
Wirkung, Selbstvertrauen, Großzügigkeit, ein Zug ins Weite — und die Kehrseite: Selbstüberschätzung, Ungeduld mit dem Kleinteiligen, Schwierigkeiten mit Unterordnung.
Der Drache steht in Ostasien für Glück und kaiserliche Macht; Geburtenzahlen steigen in Drachenjahren messbar. Das ist, wie beim Feuer-Pferd, ein Beispiel dafür, wie eine astrologische Vorstellung soziale Wirklichkeit erzeugt.
Es gibt kein mächtigstes Tierzeichen
Die chinesische Astrologie kennt keine Rangordnung der Zweige. Was sie kennt, ist das Verhältnis der fünf Wandlungsphasen in einem bestimmten Bild: welche überwiegt, welche fehlt, was nährt und was hemmt.
Ein Drache in einem Bild, dem Erde fehlt, steht anders da als einer in einem Bild, das ohnehin von Erde beherrscht wird. Die Stärke liegt im Verhältnis, nicht im Tier.
Den Jahresbeginn prüfen
Zwischen Ende Januar und Mitte Februar wechselt das Tier — auch für Drachenjahre.
Verwandt: chinesische Astrologie, die Schlange.