Gratis Horoskop: was Du kostenlos wirklich bekommst
Gratis Horoskop gehört zu den meistgesuchten Begriffen der Astrologie im Netz, und dahinter verbergen sich völlig verschiedene Dinge. Manches davon ist wirklich nützlich und kostet tatsächlich nichts. Anderes ist ein Formular mit einem hübschen Ergebnis daran. Der Unterschied lässt sich in wenigen Minuten erkennen, wenn Du weißt, worauf Du achten musst.
Zwei Dinge heißen gleich
Das Wort Horoskop meint zweierlei. Zum einen die Zeichnung selbst: den Kreis mit den Zeichen, den Häusern und den Planetenpositionen für Deinen Geburtsmoment. Zum anderen den Text, der diese Zeichnung auslegt.
Kostenlose Angebote liefern fast immer das Erste, und das ist keine Kleinigkeit. Die Berechnung ist der sachliche Teil des Ganzen: Sie beruht auf astronomischen Tabellen und fällt bei jedem sorgfältigen Anbieter gleich aus. Du bekommst also unentgeltlich genau den Bestandteil, der überprüfbar ist. Der Deutungstext dagegen ist Handwerk, und dort trennt sich die Spreu vom Weizen.
Was Du für die Berechnung brauchst
Drei Angaben genügen: Datum, Uhrzeit und Ort der Geburt. Die Uhrzeit ist der heikle Punkt. Sonne, Mond und Planeten wandern gemächlich, die Häuserspitzen dagegen rasen: Der Aszendent wechselt etwa alle zwei Stunden das Zeichen. Wer seine Geburtszeit nur ungefähr kennt, bekommt deshalb ein Häusergerüst, auf das kein Verlass ist.
Auf der Geburtsurkunde selbst fehlt die Uhrzeit meistens. Eingetragen ist sie im Geburtenregister, und eine beglaubigte Abschrift daraus bekommst Du beim Standesamt des Geburtsortes. Kennst Du sie gar nicht, bleibt die Deutung der Planeten in den Zeichen gültig; Häuser und Aszendent lässt Du dann besser weg, statt zu raten.
Was automatisch erzeugte Texte können
Der Text, den ein kostenloses Portal ausgibt, ist in aller Regel zusammengesetzt: Für jede Position liegt ein vorformulierter Baustein bereit, und das Programm reiht aneinander, was auf Dich zutrifft. Diese Bausteine sind oft ordentlich geschrieben. Was ihnen fehlt, ist das Gewichten.
Ein Geburtsbild enthält nämlich Widersprüche. Ein Absatz beschreibt Dich als zurückhaltend, drei Absätze weiter stehst Du im Mittelpunkt jeder Runde. Ein Mensch würde fragen, welcher Faktor der stärkere ist; ein Baukasten stellt beides nebeneinander. Lies solche Texte deshalb als Rohmaterial und nicht als Porträt. Die Widersprüche sind übrigens der interessanteste Teil, weil dort etwas zu klären ist.
Woran Du ein brauchbares Angebot erkennst
- Es zeigt Dir die Zeichnung und nicht nur Fließtext.
- Es gibt die verwendeten Daten zurück, samt Zeitzone, damit Du einen Eingabefehler bemerkst.
- Es verlangt nichts außer Datum, Zeit und Ort. Für eine Berechnung braucht niemand Deine Anschrift.
- Es kommt ohne Countdown und ohne künstliche Eile aus. Eine Rechnung wird nicht schlechter, wenn Du morgen wiederkommst.
- Es verspricht keine Auskunft über Krankheit, Lebensdauer oder Gerichtsverfahren.
Sparsam mit Deinen Daten
Geburtsdatum, Uhrzeit und Ort ergeben zusammen eine erstaunlich eindeutige Angabe über Dich. Gib sie nur dort ein, wo Du verstehst, was damit geschieht, und trenne Ausprobieren von Anmelden: Was Du einmal sehen willst, musst Du nicht abonnieren. Kostenlos heißt oft, dass ein Angebot als Einstieg gedacht ist. Daran ist nichts verwerflich, solange es offen dasteht und Du in Ruhe entscheiden kannst.
Eine sinnvolle Reihenfolge für den Anfang
Lass zuerst Dein Geburtsbild rechnen und notiere Dir drei Angaben: Sonnenzeichen, Mondzeichen, Aszendent. Diese drei tragen den größten Teil dessen, was Dir an einer Deutung vertraut vorkommen wird. Danach lohnt der Blick auf die vier Elemente, um zu sehen, welcher Grundstoff bei Dir oft und welcher kaum vertreten ist. Erst dann werden die einzelnen Planeten interessant.
Weitere kostenlose Berechnungen findest Du unter kostenlose Horoskope, und wenn Du lieber regelmäßig etwas Kurzes liest, gibt es das kostenlose Wochenhoroskop. Den Aufbau des Geburtsbildes erklärt die Übersicht unter Horoskope.