Monatshoroskope: was sie leisten können
Monatshoroskope nach Sonnenzeichen sind das verbreitetste astrologische Format nach der Tageszeitung. Es lohnt zu wissen, was sie technisch überhaupt hergeben können.
Was ihnen zugrunde liegt
Im besten Fall: die Transite der langsameren Planeten durch das betreffende Zeichen und die Lunationen des Monats. Das ist eine reale Grundlage — Transite sind eine anerkannte Technik.
Im schlechteren Fall gar nichts außer Routine.
Warum es trotzdem wenig sagt
Weil ein Transit auf ein Zeichen etwas anderes ist als ein Transit auf ein Horoskop.
Ein Transit wirkt, wenn er einen Punkt des Geburtshoroskops berührt — einen Planeten, eine Achse. Welcher Punkt das ist und ob überhaupt einer getroffen wird, hängt vom einzelnen Horoskop ab. Für ein Zwölftel der Bevölkerung gleichzeitig lässt sich das nicht sagen.
Dazu kommt, dass ohne Aszendent nicht bestimmbar ist, in welches Haus der Transit fällt — also in welchen Lebensbereich. Und genau das wäre die interessante Auskunft.
Was an seiner Stelle etwas hergäbe
Die Profektion: Der Aszendent rückt pro Lebensjahr ein Zeichen weiter, dessen Herrscher wird Herr des Jahres, und die Monatsprofektion teilt das Jahr weiter auf. Das ist individuell, es ist datierbar, und es braucht eine Geburtszeit.
Dazu das Solar und die Direktionen — und die Regel, dass nur berichtet wird, was mehrere Techniken übereinstimmend zeigen. Siehe Zeitqualität.
Ein fairer Schluss
Monatshoroskope sind Unterhaltung, und als solche in Ordnung. Problematisch werden sie erst, wenn sie Angst erzeugen oder zu Entscheidungen raten — dafür ist die Grundlage zu dünn, und zwar nachweislich, nicht als Meinung.
Verwandt: das Jahreshoroskop, warum eine Deutung treffend wirkt.