Flirt- und Liebeshoroskop: Venus, Mars und Dein Beziehungsmuster
Zu kaum einem Thema wird die Astrologie so oft befragt wie zur Liebe – und zu kaum einem wird so viel versprochen. Ein Flirt- und Liebeshoroskop sagt Dir nicht, wann Dir der passende Mensch über den Weg läuft. Es beschreibt etwas Nützlicheres: wie Du Nähe suchst, was Dich anzieht und woran Du regelmäßig hängen bleibst. Das ist weniger spektakulär als eine Prognose, aber Du kannst tatsächlich etwas damit anfangen.
Venus und Mars stellen zwei verschiedene Fragen
Venus steht für das, was Du schön findest und wovon Du Dich angezogen fühlst – für Deinen Geschmack, für die Art, wie Du Zuneigung zeigst, und für das, was Du in einer Beziehung als angenehm empfindest. Mars steht für das Gegenstück: für Antrieb, Begehren und die Art, wie Du auf jemanden zugehst. Beide zusammen ergeben ein Muster, das Dir wahrscheinlich vertraut vorkommt, sobald Du es einmal ausformuliert siehst.
Interessant wird es, wenn Venus und Mars bei Dir sehr unterschiedliche Sprachen sprechen. Dann wünschst Du Dir vielleicht Ruhe und Verlässlichkeit, verliebst Dich aber zuverlässig in Menschen, die Dich auf Trab halten. Solche inneren Widersprüche sind häufig, und sie sind kein Defekt. Sie zu kennen erspart Dir allerdings einige Runden im immer gleichen Karussell.
Wie die vier Elemente flirten
Eine schnelle Orientierung geben die Elemente. Feuer geht direkt heran, zeigt Begeisterung und verliert die Geduld, wenn nichts zurückkommt. Erde nähert sich langsam, prüft Verlässlichkeit und zeigt Zuneigung eher durch Taten als durch Worte. Luft flirtet über Sprache, Witz und Neugier und braucht geistigen Austausch, um überhaupt in Stimmung zu kommen. Wasser tastet sich über die Atmosphäre heran, spürt Stimmungen sofort und braucht Sicherheit, bevor es sich öffnet.
Diese vier Zugänge erklären erstaunlich viele Missverständnisse am Anfang einer Begegnung: Was für die eine Seite angenehme Zurückhaltung ist, wirkt auf die andere wie Desinteresse. Mehr zu dieser Einteilung findest Du bei den vier Elementen.
Verliebtsein und Bindung sind nicht dasselbe
Die astrologische Tradition trennt zwei Lebensbereiche, die im Alltag gern vermischt werden. Das fünfte Haus gehört dem Spiel: Flirt, Verliebtsein, Abenteuer, das Vergnügen an der Begegnung. Das siebte Haus gehört der Partnerschaft: Verbindlichkeit, Gegenüber, das, was auf Dauer ausgehalten werden will.
Diese Trennung ist hilfreich, weil viele Enttäuschungen genau an dieser Naht entstehen. Was im fünften Haus mühelos funktioniert, ist noch kein Hinweis darauf, dass es im siebten trägt – und umgekehrt kann eine unspektakuläre Begegnung sich als sehr tragfähig erweisen. Wenn Dich der Aufbau eines Horoskops interessiert, hilft ein Blick auf den Aszendenten, denn er legt fest, wo die Häuser in Deiner Karte beginnen.
Wenn zwei Horoskope sich begegnen
Für den Vergleich zweier Karten gibt es die Synastrie. Dabei werden die Positionen beider Horoskope übereinandergelegt, um zu sehen, wo sie sich berühren, ergänzen oder reiben. Sauber gemacht liefert das keine Note und kein Urteil über Eignung, sondern eine Beschreibung: Hier versteht ihr euch ohne Worte, dort redet ihr regelmäßig aneinander vorbei.
Von Listen, nach denen bestimmte Zeichen grundsätzlich zusammenpassen und andere grundsätzlich nicht, solltest Du Dich dagegen nicht beeindrucken lassen. Sie berücksichtigen nur die Sonne und lassen alles Übrige weg. Paare, die es nach solchen Tabellen gar nicht geben dürfte, gibt es reichlich.
Was Du realistisch erwarten darfst
Ein Liebeshoroskop verändert Deine Chancen nicht, es verändert den Blick auf Dein eigenes Verhalten. Es kann Worte für etwas liefern, das Du bisher nur gespürt hast, und es kann zeigen, welche Bedürfnisse Du in Beziehungen regelmäßig übergehst. Alles Weitere passiert nicht im Horoskop, sondern in Gesprächen mit echten Menschen. Wenn Du sehen willst, welche Horoskope es sonst noch gibt und wofür sie taugen, lohnt sich ein Blick in die Übersicht.