Horoskopanalysen

Die Lebensalter im Horoskop

Die Tradition teilt ein Leben nach den sieben Planeten, in der Reihenfolge ihrer Umlaufzeiten — vom schnellsten zum langsamsten. Ptolemäus gibt die bekannteste Fassung.

Die sieben Alter

Die Einteilung ist nicht willkürlich: sie folgt den Umlaufzeiten und der chaldäischen Ordnung. Und sie ist bemerkenswert plausibel geblieben, obwohl sich die Lebenserwartung seit Ptolemäus verdoppelt hat.

Was sie leistet — und was nicht

Sie ist ein allgemeines Schema. Sie gilt für jeden gleich und sagt daher über einen einzelnen Menschen nichts, was ihn von anderen unterschiede.

Ihr Wert liegt woanders: Sie sagt, welcher Planet in einem Lebensabschnitt besonders angesprochen ist. Und dessen Zustand im Geburtshoroskop ist individuell. Ein gut gestellter Mars macht aus den Jahren zwischen vierzig und sechsundfünfzig etwas anderes als ein Mars im Fall.

Was individuell datiert

Die eigentlichen Zeittechniken, und sie widersprechen dem Schema regelmäßig:

Und die Regel gilt auch hier: Was nur eine Technik zeigt, wird nicht berichtet. Siehe Zeitqualität.

Ein Wort zu den „Entwicklungsstufen“

Die moderne Vorstellung, ein Zeichen oder ein Planet lasse sich auf einer höheren oder niedrigeren Stufe leben, gehört nicht zur Tradition. Sie kommt aus der Astrologie des 20. Jahrhunderts.

Der Einwand ist praktisch: Sie ist nicht prüfbar. Wer immer sagen kann, jemand lebe seinen Mars „unentwickelt“, kann mit derselben Deutung jedes Verhalten erklären — und eine Deutung, die alles erklärt, unterscheidet nichts.

Verwandt: die Planeten, Archetypen und ihre Grenzen.